Bilder sehen, Bilder denken
Die meisten Filme bestehen aus Bildmaterial. Filme sind bewegte Bilder, so die Annahme. Doch was passiert, wenn Filme beginnen, den Prozess ihrer eigenen Bilder zu hinterfragen: wenn sie dem Machen eines Bildes, dem Zeigen eines Bildes oder sogar der Möglichkeit und Existenz von Bildern selbst auf der Spur sind?
Vor allem in der Tradition des Experimentalfilms finden sich immer wieder filmische Arbeiten, die sich nicht einfach darauf beschränken, Bilder zu produzieren, sondern die Bedingungen ihres eigenen Sehens sichtbar machen. Was bedeutet es, ein Bild zu machen? Was bedeutet es, ein Bild zu zeigen? Und was geschieht, wenn Filme diese Fragen in ihrer eigenen Form austragen?
Bilder sehen, Bilder denken versammelt Filme, die sich auf unterschiedliche Weise mit diesem filmischen Gestus auseinandersetzen: mit Belichtung und Materialität, mit der Konstruktion und Zerstörung von Bildern, mit Erinnerung, Wahrnehmung und den politischen Bedingungen des Sehens. Die Filme zeigen nicht nur etwas. Sie denken darüber nach.
Das Programm wurde von Sebastian Bobik kuratiert und wird durch den Abend führen.
Programm:
Alive
Laura Wegscheider
3 Min, 2024
Auf der hohen See, Teil 1: Vom aufkeimenden Entschluss, wohl oder übel eine Reise antreten zu müssen
Ralf Petersen
10 Min, 2024
Belichtungstest
Jan Soldat
2,5 Min, 2024
Violencia
Irene Garcia-Villanueva
2,5 Min, 2022
A reel of flowers, super 8
Sebastian Bobik
4 Min, 2026
Was sind alle Kornblumen der Welt gegen eine Berliner Blau-Fabrik
Emil Tomasev
6min, 2023
Chawani, Bashi
Johannes Gierlinger
6min, 2021